Gegen 6.30 Uhr startet der interne Wecker, der externe hätte mir noch 25 Minuten Zeit gegeben. Also starte ich Richtung Bahnhof in der Hoffnung auf den 2km über eine offene Bäckerei zu stolpern. Ich habe leider den Feiertag ignoriert, aber da habe ich mit den Franzosen etwas gemeinsam. Man steht irritiert vor einem noch verschlossenen Bahnhof.
Überhaupt habe ich den Eindruck, die Franzosen neigen dazu frühzeitig am Bahnhof zu sein. Wenn dann das Gleis angezeigt wird zieht der Trupp Lemminge los...Mit einem Regionalzug geht es nach Rennes, welches ich ab sofort zu meinem Lieblingsbahnhof erkläre.
Während ich es mir im Liegestuhl bequem mache (ausreichend vorhanden), werde ich von der Jugend musikalisch unterhalten.
O.k. Das war wohl nur die Vorgruppe, leicht dissharmonisch...
Nun entpuppt sich aber der Gepäck/Menschenhaufen neben mir als reisendes Orchester und fängt an auszupacken.
In Paris kommen wir gleich mal 10 Minuten zu spät an, der näheste Zugang zur M4 ist gesperrt und die Schranke frisst Ticket Nr.1 nicht. Immerhin ist der Automat frei für Kauf von Nr.2 und so wird es dann recht dynamisch um den Zug am Gare de l'est zu erreichen.
Der Stuttgarter Bahnhof gleicht Rennes wieder aus und ich bin froh um 18.10 Uhr im Zug nach Nürnberg zu sitzen.
Während es in Frankreich rund lief ist in Nürnberg mal wieder der Wurm drin. Der RE hat eine Verspätung von 35min.... und so bin ich erst gegen 21.45 Uhr in Erlangen. Gut 14,5 Stunden, seitdem ich das Hotel in Saint Malo verlassen habe.
Je suis fatigué!
Das Ende der Reise, aber vielleicht der Anfang weiterer Reisen ins schöne Nachbarland....



Lustig: Geschichte kann ich fast parallel schreiben, allerdings ging bei mir innerer Wecker um 05:15 Uhr, die Zug-Probleme begannen so richtig in München (aber trotz Söder, weiterhin auch Deutschland) und nach 14 Stunden nach Abmarsch in Slowenien war ich in Herzogenaurach, wobei Erlangen um 19:00 Uhr passiert wurde.
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